ACTION! Video-Marketing in der Gastronomie Teil 2

Marketing

Worauf Sie beim Video-Marketing in der Gastronomie achten sollten

Im ersten Teil dieses Blogbeitrags wurde bereits festgestellt, dass wir Gastronomen es weitaus besser haben als beispielsweise Zahnärzte oder Dermatologen. Unsere Produkte sind lecker, das Ambiente großartig, unsere Kundschaft hat sich in Schale geworfen und unser Personal sieht sowieso immer perfekt aus. Insofern liegt es in der Natur der Sache, dass unsere Videos zum Anbeißen sind. Oder?

Da heute so gut wie jedes Smartphone mit einer brauchbaren Kamera ausgestattet ist, benötigen Sie für Ihr Video-Marketing nicht zwangsläufig teures Equipment. Natürlich sind Videos vom Profi hochwertiger und in jedem Fall vorzuziehen. Lässt Ihr Budget dies nicht zu, können Sie jedoch auch selbst zum Regisseur werden. Allerdings sollten Sie dabei auf absolute Qualität, rechtliche Hintergründe und werbewirksame Feinheiten achten. Hierzu haben wir für Sie die folgenden Punkte zusammengetragen:

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Achten Sie auf Qualität

Auch wenn wir eine unglaubliche Auswahl an möglichen Szenarien für unsere Werbe-Videos haben, spielen doch Ästhetik und der Sinn fürs Detail eine entscheidende Rolle. Natürlich müssen wir kein Steven Spielberg sein, dennoch helfen schlechte Aufnahmen von schmutzigen Tellern und schlimmstenfalls betrunkenen Gästen nicht wirklich weiter. Denken Sie bitte immer daran: Das Internet vergisst nichts. Ein Video, das einmal eingestellt ist, können Sie so schnell nicht wieder aus dem digitalen Gedächtnis löschen.

Das Recht am eigenen Bild

Darüber hinaus darf niemand einfach so in der Öffentlichkeit filmen. Das Recht am eigenen Bild ist unter anderem in den §§ 22, 23 KunstUrhG geregelt. Deshalb achten Sie beim Filmen immer darauf, dass Sie Nahaufnahmen von Dritten nur dann veröffentlichen, wenn Sie hierfür das entsprechende Einverständnis haben. Dazu zählen im Übrigen neben Ihren Gästen auch Ihre Mitarbeiter, Lieferanten, Geschäftspartner und Familienmitglieder.

Keine Selbstdarstellung, sondern Identifikation

Die Möglichkeiten für Werbevideos sind gerade in der Gastronomie äußerst vielfältig. Sie können beispielsweise selbst durch Ihr Geschäft gehen und die Highlights kommentieren, Interviews mit Gästen, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern führen, ausgesuchte Speisen präsentieren oder sogar Ihrem Koch über die Schulter schauen. Doch egal, für welche Szene Sie sich entscheiden, bedenken Sie dabei immer, dass es beim Video-Marketing nicht um die Selbstdarstellung geht, sondern um die Vermarktung Ihres Unternehmens. Und das Geheimnis dabei ist, dass Sie im Video Ihre potenziellen Kunden so ansprechen, dass diese sich für Ihre Geschäftsidee, Ihr Alleinstellungsmerkmal interessieren und bestenfalls begeistern. Menschen wollen sich mit einer Sache identifizieren können, sich angesprochen und willkommen fühlen. Bieten Sie also keine steife Selbstdarstellung, sondern Authentizität und Inhalte mit Wohlfühlcharakter.

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Was muss drinstecken?

Der Unterschied zwischen einem lustigen Filmchen und dem Video-Marketing liegt im Detail. Da wir hier nicht in der Volkshochschule sind, erscheint uns der Hinweis auf eine saubere und ansprechende Kulisse und das gepflegte Äußere der Darsteller überflüssig. Im Folgenden haben wir die fünf wichtigsten Punkte zusammengefasst, die für ein professionelles Werbevideo ausschlaggebend sind.

1. Die Story: Das Video sollte wie in Hollywood aus drei dramaturgischen Teilen bestehen – der  Einführung, dem Höhepunkt und der Message. Diese einzelnen Sequenzen sollten selbstverständlich fließend ineinander übergehen. In der Einführung sollte eine kurze Vorstellung enthalten sein, der Höhepunkt behandelt das eigentliche Thema und in der Message geht es um die direkte Ansprache an Ihre Kunden.

2. Aufruf zum Handeln („Call to action“): Wie bereits erläutert, haben Ihre potenziellen Kunden wenig Zeit. Deshalb sollte auf einen Blick erkennbar sein, worum es geht und was Sie mit Ihrem Video bezwecken wollen. Denn es geht nicht nur um die reine Unterhaltung. Der Grundgedanke des Video-Marketings basiert auf der direkten Ansprache des Kunden und dem Hinweis darauf, was dieser tun soll. Achten Sie also darauf, dass Ihr Video eine klare Botschaft enthält, etwa „Wir freuen uns, Sie bald in unserem Restaurant begrüßen zu dürfen“.

3. Die richtige Länge: Lange Videos sind wie lange Texte – die Konsumenten verlieren schnell das Interesse und klicken einfach weiter. Die ideale Länge eines Werbevideos beträgt 4 Minuten. Alles, was länger als maximal 10 Minuten dauert, hat nichts mehr mit Video-Marketing zu tun, sondern gehört in die Kategorie „Unterhaltung“. Achten Sie also auf die richtige Länge Ihres Videos, um Ihre potenziellen Kunden auch tatsächlich zu erreichen. Abgesehen davon halten sich somit der Aufwand und insbesondere das Datenvolumen in Grenzen. Ein kurzer Video-Beitrag ist im Internet weitaus handlicher, schneller und konsumfreundlicher.

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4. Corporate Identity: Natürlich sollte auf den ersten Blick erkennbar sein, von wem das Video ist. Im ersten Teil dieses Blogs haben wir erläutert, warum Sie im Internet den Wiedererkennungswert beachten sollten. Denken Sie deshalb auch daran, dass im Video selbst Ihr Firmenlogo und/oder der Name Ihres Unternehmens sowie Ihre Webseite/Adresse deutlich dargestellt werden.

5. Der USP: Wer unsere Bücher aus der Reihe „GASTRO-COACHING“ gelesen hat, der weiß, dass eines der wichtigsten Aspekte im heiß umkämpften Gastronomie-Markt das Alleinstellungsmerkmal (der USP) ist. Wenn Sie sich nicht von der breiten Masse abheben, sehen Ihre potenziellen Kunden kaum einen Nutzen, gerade in Ihr Restaurant, Ihre Bar, Ihr Hotel zu kommen. Wie in unseren Büchern beschrieben, sollten Sie Ihren USP in einem knackigen Satz formuliert selbst nachts im Schlaf singen können. Und auch beim Video-Marketing ist ebenjenes Alleinstellungsmerkmal entscheidend für den Erfolg Ihrer Kampagne. Was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern? Weshalb und womit ragen Sie aus der breiten Masse heraus?

Wenn Sie wissen möchten, welche konkreten Möglichkeiten Sie beim Video-Marketing haben und welche Hintergründe Sie beachten sollten, dann lesen Sie auch den dritten Teil unserer Video-Marketing-Reihe: „WIE & WO? Video-Marketing in der Gastronomie Teil 3“

Alles über zielgruppengerechtes Marketing, Internetpräsenz, Social-Media, Foodtrends sowie zahlreiche praktische Tipps direkt vom Gastronomen für Gastronomen finden Sie übrigens im aktuellen Praxishandbuch aus der GASTRO-COACHING-Reihe – jetzt überall im Handel.

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